Pressemitteilung der Bürgerinitiative Rettet das Hammerthal

Bürgerinitiative in Bad Freienwalde kritisiert „Asphalt-Wahnsinn“

„Rettet das Hammerthal“: Die Kosten der geplanten Ortsumgehung Bad Freienwalde explodieren. Scharfe Kritik an der Politik und der DEGES.

Die Bürgerinitiative Rettet das Hammerthal protestiert energisch gegen die Zerstörung des Stadtwaldes und des Naherholungsgebietes Hammerthal durch den Bau einer überdimensionierten Umgehungsstraße,geplant als teilweise dreispurige Schnellstraße.

In der im Frühjahr dieses Jahres groß angelegten Unterschriftenaktion in Bad Freienwalde wurden knapp 1.500 Unterschriften gesammelt und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung in symbolischer Form überreicht. Der enorme Zuspruch und die Unterstützung vieler Bürger zeigen, dass das geplante Straßenbauprojekt keine breite Akzeptanz in der Bevölkerung findet. Vielmehr ist dies ein klares Bekenntnis zum Erhalt der intakten Natur des Bad Freienwalder Waldkomplexes mit seinen Wanderwegen, idyllischen Plätzen und dem schönen Teufelssee.

Recherchen der Bürgerinitiative ergaben, dass sich die geplanten Baukosten immens gesteigert haben. Waren 2014 noch circa 21,9 Millionen Euro geplant, hat sich der Betrag laut Bestätigung der Planungsgesellschaft DEGES GmbH auf circa 77 Millionen Euro (Stand Ende 2020) erhöht. Aufgrund der weiterhin steigenden Rohstoffkosten ist von viel höheren Kosten auszugehen!
Im Übrigen wurde im Bundesverkehrswegeplan für die beabsichtigte Ortsumgehung eine Zeitersparnis von circa fünf Minuten angegeben.

Grundsätzlich setzt sich die Bürgerinitiative nur gegen den Bau der Ortsumgehung ein und verhält sich neutral zur heiß umstrittenen Brückendiskussion. Dennoch ergaben die Recherchen einen nicht zu ignorierenden, möglichen Zusammenhang: Das Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände teilte in seiner Stellungnahme der Stadt Bad Freienwalde zur Planung des Kreisels mit: „Da die neue Strecke durch die aktuelle Sanierung mit Umgestaltung noch weiter eingeengt wird und in Zukunft eingeengt werden soll, wird der bestehende Verkehr nicht durch die neue Trasse aufgenommen werden können. Die geplante Ausbauform der zukünftigen Straße scheint den Bau der Ortsumgehungsstraße zu erzwingen."

Pressemitteilung Bürgerinitiative Rettet das Hammerthal

Der Waldkomplex würde mit der geplanten Ortsumgehung zentral zerschnitten und in seiner ökologischen Aufgabe als Schutz- und Erholungswald nachhaltig beeinträchtigt und unwiederbringlich zerstört werden. Er bietet Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, die teilweise auf der Roten Liste stehen. Die Bäume des Waldes sind wichtig für den Immissions- und Erosionsschutz. Letzterer ist besonders im Hinblick auf den Hochwasserschutz, siehe Ahrtal, von großer Bedeutung.

Aus Sicht der Bürgerinitiative ist bei der bevorstehenden Bedarfsplanüberprüfung die Streichung des Vorhabens aus dem Vordringlichen Bedarf unumgänglich. Vielmehr ist das überteuerte Bauvorhaben bestenfalls aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen.

Vielfältige Informationen rund um die betroffenen Naturlandschaften, das Hammerthal sowie das Straßenbauvorhaben sind auf der Homepage https://rettet-das-hammerthal.de gebündelt. Zusätzlich ist die Bürgerinitiative auf Instagram, Twitter, Facebook und Pinterest aktiv. Wer sich mit einbringen will, wird gern gesehen.

Zusätzlich zu den bereits gesammelten Listen, die auf fast 1.900 Unterschriften angewachsen sind, hat die Bürgerinitiative jetzt die Online Petition "KEINE UMGEHUNGSSTRAßE DURCH DEN WALD UND DAS ODERVORLAND!" gestartet, um sich bei der Politik Gehör zu verschaffen und den Schutz des wertvollen Waldkomplexes Bad Freienwalde zu erwirken. Sie wendet sich an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie die Stadt Bad Freienwalde.

Die Bürgerinitiative Rettet das Hammerthal tritt der Auffassung vieler Politiker auf kommunaler bis Bundesebene, dass hier nichts mehr zu verhindern sei, mit neuen Erkenntnissen aus aktuellen Entwicklungen und einer breiten Unterstützung aus Bevölkerung und Fachkreisen entgegen.

Die Petition ist zu finden unter:
https://www.change.org/RettetdasHammerthal

Jede Stimme ist weiterhin wichtig.

Die Pressemitteilung ist am 23.09.2021 in der Märkischen Oderzeitung (MOZ) erschienen.

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